Julian Schneider verlässt den TSV Abtswind am Saisonende

Den Schlussmann zieht es zurück zum TSV Großbardorf

 

Der TSV Abtswind verliert nach dem Ende der Saison seinen Torhüter Julian Schneider. Der 23-Jährige schließt sich dem Bayernligisten TSV Großbardorf an und kehrt damit zu seinem Heimatverein zurück. Der 1,96 Meter lange Schlussmann war vorigen Sommer in den Kräuterort gewechselt. Als unumstrittene Nummer eins absolvierte er bis zur Winterpause sechzehn von neunzehn Landesligaspielen und leistete einen entscheidenden Beitrag, dass Abtswind als Tabellenführer in den zweiten Saisonabschnitt geht und um den Aufstieg spielt.

 

„Es ist bedauerlich, dass Julian seinen Vertrag nicht verlängert“, sagt Abtswinds Trainer Petr Skarabela. „Er hat in der Vorrunde stark gehalten. Sein Weggang wird ein großer Verlust.“ Für Schneider schließt sich mit dem Wechsel nach Großbardorf der Kreis: Wenige Meter neben dem Sportgelände in der Rhön aufgewachsen, durchlief er dort sämtliche Jugendmannschaften und wurde mit zwanzig Jahren Stammtorwart des Bayernligisten. „Dass ich nach Großbardorf zurückgehe, hat mehrere Gründe, aber gewiss keine sportliche Ursache“, erklärt Schneider, der mit Abtswind erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung in die fünfte Liga schaffen kann.

 

Der 23-Jährige lebt in Ebenhausen bei Bad Kissingen, sechzig Kilometer von Abtswind entfernt. Knapp eine Stunde dauert die Fahrt, und das vier Mal in der Woche. „Da bleibt im wahrsten Sinne des Wortes einiges auf der Strecke“, sagt Schneider. Mit dem Wechsel ins Grabfeld halbiert sich der Aufwand. „Zumal ich mit anderen Spielern eine Fahrgemeinschaft bilden kann, was auf dem Weg nach Abtswind nicht der Fall ist.“

 

Außerdem zieht es den heimatverbundenen Torwart zu seinen Wurzeln. „Ich habe in Großbardorf Angehörige und meine Freunde, mit denen ich dann wieder zusammenspielen kann“, sagt Julian Schneider. „Auch wenn ich mich in Abtswind sehr wohlfühle, haben diese Aspekte, nachdem ich lange mit mir gerungen hatte, den Ausschlag für meinen Wechsel gegeben.“ In den verbleibenden elf Pflichtspielen will Schneider alles dafür tun, mit Abtswind den Aufstieg in die Bayernliga zu schaffen. Dort würde er dann mit dem neuen Verein auf die alten Mitspieler treffen.

 

Vor seiner Station in Abtswind hütete Julian Schneider zwei Jahre in der Regionalliga das Tor des FC Schweinfurt 05. Statt dort Profi zu werden, gab er seiner schulischen Ausbildung den Vorrang und entschied sich für einen ambitionierten Amateurverein. Durch seine Leistungen hatte Julian Schneider in der Vergangenheit bereits das Interesse mehrerer Profiklubs geweckt. So absolvierte er ein Probetraining bei den U23-Mannschaften des FC Bayern München, der TSG Hoffenheim und des 1. FC Nürnberg.

 

(Foto Michael Kämmerer / TSV Abtswind).

 

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