Gemeinsame Kontrollaktion der Bundes- und Landespolizei - Sicherheit am Würzburger Hauptbahnhof - reisende Straftäter im Visier - Kontrollen in Zügen und am Vor

Symbolbild: Bundespolizei
Symbolbild: Bundespolizei

WÜRZBURG. In enger Kooperation haben Bundes- und Landespolizei am Dienstag einen gemeinsamen Kontroll- und Fahndungstag durchgeführt. Erstmalig auch in gemischten Streifenteams waren die Ordnungshüter unterwegs und kontrollierten u.a. Personen im Bahnhofsumfeld, in Zügen und Bussen. Insgesamt drei vorläufige Festnahmen, mehrere Rauschgiftdelikte und ausländerrechtliche Verstöße wurden vorrangig bei Durchreisenden registriert.

 

Die Bundespolizeiinspektion Würzburg und die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt haben am Würzburger Hauptbahnhof und in dessen Umfeld die gemeinsame Aufgabe für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und aller Reisenden Sorge zu tragen. Aufgrund seiner zentralen Lage und Anbindung an den bundesweiten/internationalen Zug- und Busreiseverkehr ist auch die Bekämpfung der unerlaubten Migration von Bedeutung. Diesbezüglich registrierten die Beamten am Dienstag insgesamt sechs ausländerrechtliche Verstöße in Zügen und bei Kontrollen von Fernbussen. 

 

Darüber hinaus ist festzustellen, dass der Bahnhof auch von Betäubungsmittelkonsumenten auf der An-, Ab- oder Durchreise genutzt wird. Eine örtliche offene Konsumentenszene gibt es im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität nicht. Im Zuge der Kontrollen wurden vorrangig bei Durchreisenden Cannabis und Marihuana im unteren einstelligen Grammbereich sichergestellt. Bei der Kontrolle eines Pkw im Bereich des Busbahnhofes hatte ein 23-jähriger Mitfahrer insgesamt circa 130 Gramm Marihuana bei sich. In einem ankommenden Bus aus Amsterdam führte ein Reisender knapp 25 Gramm Marihuana mit sich. Entsprechende strafrechtliche Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

 

Durch verschiedene auch daueraufhältige Jugendliche und junge Erwachsene, die in der Regel keine Reiseabsicht haben, kommt es wiederholt zu Ordnungsstörungen und Belästigungen der Reisenden. Straftaten begehen sie z.B. in Form von Körperverletzungen hauptsächlich untereinander. Allerdings trägt das Verhalten einzelner zu einer negativen Beeinträchtigung des subjektiven Sicherheitsgefühls bei Bürgerinnen und Bürgern sowie Reisenden bei. Auch deshalb gilt es, durch Kontrollen und gemeinsame polizeiliche Präsenz Sicherheits- und Ordnungsstörungen zu unterbinden.

 

Im Zuge der Kontrollen wurde außerdem ein 17-jähriger als vermisst gemeldeter Jugendlicher am Vormittag am Hauptbahnhof kontrolliert. Er wurde in Gewahrsam genommen und seinen Erziehungsberechtigten übergeben. Bei einem 19-Jährigen stellten die Beamten ein verbotenes Springmesser sicher. Drei Kontrollierte waren aus verschiedenen Gründen von der Staatsanwaltschaft zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.

 

Alles in allem ziehen die polizeilichen Einsatzleiter Polizeidirektor Dr. Sven Schultheiß von der Bundespolizei und Polizeioberrat Alexander Streng von der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt eine sehr positive Bilanz: „Die Zusammenarbeit verlief absolut reibungslos und gerade die gemischten Streifen konnten sich auch fachlich ergänzen und austauschen.“

 

Dementsprechend werden Bundes- und Landespolizei auch in Zukunft gemeinsam im Rahmen des täglichen Streifendienstes, aber auch mit gezielten Kontrollaktionen wie am Dienstag - ggf. mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei - die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger am Würzburger Hauptbahnhof gewährleisten.

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