Derby-Time im Hammelburger Hexenkessel

Nächstes Endspiel für die Eltmanner Oshinos in Hammelburg Volleyball-Tempel. Und das wird ein heißer Tanz, denn die Hammelburger können besonders vor eigener Kulisse zu Höchstform auflaufen, wie sie es in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis gestellt haben.

Und besonders die extrem knappe Tie Break-Niederlage in Schwaig lässt erahnen, dass sich die Schützlinge von Tado Karlovic in einer starken FORMPHASE befinden.

Hammelburg könnte mit einem Sieg im Derby einen Platz gutmachen, im Fall einer Niederlage allerdings auch zwei Plätze nach unten rutschen, aber nicht mehr bis in die Abstiegsregion.

 

Nach den Erfolgen gegen Karlsruhe und Leipzig wird es an diesem Samstag ein schwerer Gang zum Derby nach Hammelburg, wo vermutlich wieder mehr als 500 Zuschauer, einige Eltmann-Fans werden aber auch dort zugegen sein, nach der Top-Leistung der Hammelburger in Schwaig einen Heimsieg erwarten.

Im Vorjahr gab es im Gegensatz zur Saison davor trotz eines extrem knappen Ausgangs von 31:33 im ersten Satz, als damals Johnny Engel als Flying Oshino über sich hinauswuchs, keine 1:3-Niederlage wie im Oktober 2015.

Für das Hammelburger Team von Tado Karlovic wurden trotz einiger starker Spiele nicht alle Träume wahr, hatte man doch zu Saisonbeginn wieder mit einem Medaillenplatz geliebäugelt.

Aber auch Milan Maric und seine Oshinos mussten zu Jahresbeginn einige richtige Kröten schlucken. Niederlagen gegen Rüsselsheim, gegen Schwaig und besonders bitter auch gegen Unterhaching hatten zu intensiven Diskussionen in der Mannschaft, im Vorstand, bei Sponsoren und Fans geführt.

In den nachfolgenden Spielen gab es dann durchweg geschlossene Mannschaftsleistungen und drei Sieg in Folge. Eine Erkenntnis der Mannschaftsbesprechungen war, wie bereits zu Saisonbeginn beim Motivationsseminar von Portapatet von Ulli Striebel ursprünglich auch so praktiziert, jedes Punktspiel bis zum Saisonende ist ein Endspiel für sich, eine Einstellung, die Vorstand Rolf Werner von allen Spielern gefordert hatte, und die sie sich von Kapitän Sebastian Richter bis zu den Youngstern Tobias Werner und Max Biebrack eingebrannt hat.

Ob dies nun auch beim Emotionsderby in Hammelburg zum Erfolg führt, wird man am Samstagabend wissen.

Doch eine Botschaft gibt es von beiden Teams bereits im Vorfeld, es soll ein faires und sportliches Frankenderby werden, und ungeachtet des Ausgangs sollte in Hammelburg Gelegenheit nach dem Spiel sein, dass sich beide Mannschaften danach gemeinsam noch ein Bierchen gönnen können.

Zwar steht für beide Großes auf dem Spiel, für Tado Karlovic und seine Jungs ist der Vergleich eine Frage der Ehre, und für Milan Maric und seine Oshinos wird es eine Frage der Ehre sein, sich für die Heimniederlage gegen Hammelburg in der Vorsaison zu revanchieren, als man buchstäblich im letzten Heimspiel trotz nochfolgender Meisterschaft den Nimbus der Unbezwingbarkeit in eigener Halle verlor.

Es dürfte auch beim Derby der Emotionen am Samstag viel auf den ersten Satz ankommen wie in anderen wichtigen Spielen in den Vorjahren und auch in dieser Saison.

Beginnend mit der 3:0-Niederlage in Grafing vor Weihnachten stand bei allen Niederlagen des VC Eltmann der Saison im ersten Satz ein hauchdünner Satzverlust, zweimal mit 24:26 und zweimal 23:25. Und dass man gegenüber Tabellenführer Grafing solch einen Rückstand hat, liegt auch daran, dass die Oshinos mehrfach zu Tie Break-Siegen kamen, und für die gibt es eben nur zwei und keine drei Punkte.

Harren wir der Dinge, die nun am Samstag in Hammelburg auf uns zukommen, die Fans auf beiden Seiten erhoffen sich ein engagiertes und spannendes Match von beiden Teams und ein faires Miteinander vor und auch nach dem Spiel. Und auch die unmittelbaren Kontrahenten, sowohl der Hammelburger wie auch der Eltmanner werden mit Argusaugen per Live-Ticker den Spielverlauf verfolgen, um ihre eigenen Planungen für den Saisonendspurt daran vorplanen zu können.

Und schließlich brennt am Samstag auch anderswo die Luft, denn Schwaig gastiert in Grafing und Rüsselsheim II schlägt in Freiburg auf, auch Spiele, die Verschiebungen an der Spitze bewirken können. Und die Hammelburger Fans dürften sich besonders für die Spiele an diesem Abend in Mainz, in Leipzig und Karlsruhe schauen.

Es ist angerichtet in Hammelburg, und allen Fans sei ein interessanter, spannender und fairer Bundesligaabend in der 2. Liga Süd gewünscht. –Rolf Müller-

 

 Foto von Frank Heumann aus einem früheren Spiel.

 

 

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