Stadt Bad Kissingen - Gruberich mit „Ohrenzwinkern“ bei Jazz in Bismarck’s Basement

Einen musikalischen Hochgenuss verspricht das Museum Obere Saline in seiner Konzertreihe „Jazz in Bismarck’s Basement“ am Samstag, 24. März, ab 20 Uhr mit dem Trio Gruberich. Die Musiker bespielen den Jazzkeller mit einer spannenden musikalischen Mischung aus Tenor- und Basshackbrett, Ziehharmonika, Geige, Harfe und Cello. Gruberich lassen sich in keine musikalische Schublade stecken. Zu hören sind klassisch arrangierte Melodien, angereichert mit jazzigen Pointen und zwischendurch kommt auch etwas Traditionelles und Niederbayrisches daher. Himmlische Sounds aus dem wilden „Alpinistan“ bietet diese elektrisierende Mischung. Die drei Künstler queren verzaubernde Klanglandschaften, streifen den schneidenden Rhythmus des Tango Nuevo oder galoppieren im 7/8 Takt um die Wette. Rasant umspielen sie den französischen Musettewalzer und experimentieren frei mit packenden Rhythmen. Die meisten Stücke stammen aus der Feder von Thomas Gruber. Dazwischen ganz schlicht eine niederbayerische Arie, ein Zwiefacher. 

 

„Ohrenzwinkern“ nennen die drei, Maria Friedrich (Violoncello), Thomas Gruber (diatonische Knopfharmonika und Hackbrett) sowie Sabine Gruber-Heberlein (Harfe) ihr Programm. Das spricht schon allein für deren Humor. Grubers Begründung: „Dass man überrascht wird, wenn die Musik freundlich in eine Richtung horcht, um im nächsten Augenblick leidenschaftlich um die Ecke zu blinzeln“. Groovig, schräg und experimentell kommen sie daher. Gruberich verbindet Weltläufigkeit mit der Innigkeit der Stubenmusi – und das Publikum ist aus dem Häuschen. Das verspricht ein außergewöhnliches Konzerterlebnis zu werden.


Thomas Gruber hat seine Wurzeln in der Volksmusik. Nach klassischem Musikstudium in München und Aufbaustudium für Alte Musik an der Bruckner Universität in Linz führen ihn Konzertreisen durch Deutschland, nach Holland, Österreich und Italien. Projekte und Ensembles aus der Folklore und Jazzrichtung ermöglichten Auftritte in England, Irland und Slowenien. Bekannt wurde er durch Auftritte in Rundfunk und Fernsehen und Einspielungen für Filmmusik. In den letzten Jahren sind neun CDs mit seiner Musik erschienen. Er ist Träger des bayerischen Kulturpreises 2010.

 

Maria Friedrich lebt als freiberufliche Cellistin in München. Sie ist Preisträgerin im Wettbewerb der Musikalischen Akademie Würzburg. Ihre klassische Seite bringt sie unter anderem mit den Münchner Symphonikern, den Nürnberger Sinfonikern, bei der Kammeroper München und dem „LadyStrings“ Quartett zum Klingen. In zahlreichen Projekten widmet sie sich der Musik der 20er und 30er Jahre, Jazz und akustischer Popmusik.

 

Sabine Gruber-Heberlein ist eine gefragte Kammermusikerin und Solistin, die mit ihren klassischen Projekten in Konzerthäusern wie dem Brucknerhaus Linz, der Philharmonie und dem Prinzegententheater in München gastiert. Gerne geht sie Verbindungen ein zwischen Literatur und Musik und gestaltet Programme zusammen mit Harald Kraßnitzer, Gloria von Thurn und Taxis, Jutta Speidel, Christine Neubauer und Sabine Sauer.

 

Karten für die Veranstaltung gibt es über die Tourist-Information im Arkadenbau und an der Abendkasse. Das Konzert ist bewirtet.

 

Bild : Mathias Wünsch

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