Nachsommer Schweinfurt zieht 2018 um

Schweinfurt – Nach 18 Jahren engster Partnerschaft zieht der Nachsommer Schweinfurt im September 2018 mit einem weinenden und einem lachenden Auge aus der SKF Halle 411 aus und in das ZF-Kesselhaus ein.

 

Mit seinem Partner SKF GmbH hat der Nachsommer Schweinfurt im Jahr 2000 das Licht der Welt in der SKF Halle 149 erblickt, stilvoll mit Paternoster und duftendem Industrieparkett, damals noch direkt neben dem SKF Hochhaus an der Gunnar-Wester-Straße. Nach dem Umzug in die SKF Halle 410 an der Ernst-Sachs-Straße im Jahr 2006 folgte die fulminante Erweiterung in eine großstädtische Location aus drei Einzelhallen mit 600 Plätzen und großzügigem Foyer. Dort feierte der letzte Nachsommer seinen 18. Geburtstag.

 

Schweren Herzens musste die SKF GmbH vergangenen Herbst die langjährige Zusammenarbeit zu Gunsten neuer Investitionen und Arbeitsplätze für den Standort beenden. „Wir bedauern einerseits, dass wir diese hochkarätigen Veranstaltungen künftig nicht mehr beherbergen können, aber wir müssen die Prioritäten ganz klar auf die weitere Entwicklung des Standortes setzen“, erklärt Martin Johannsmann, Vorsitzender der Geschäftsführung. Klara Weigand, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei SKF und im Gründungsjahr 2000 entscheidende Geburtshelferin des Nachsommers kommentiert: „Wir sind glücklich, den Nachsommer aus der Taufe und durch Kindheit und Jugend bis in sein Erwachsenenalter begleitet zu haben. Für unsere Mitarbeiter und für das Publikum waren die Veranstaltungen in unseren Werkshallen eine echte Bereicherung. Es war nicht immer einfach, die Gebäude im richtigen Moment leer geräumt zur Verfügung zu stellen, aber ein bisschen stolz sind wir schon, dass wir das gemeinsam mit den Kollegen 18 Jahre lang geschafft haben. Nun ist der Nachsommer volljährig geworden und zieht aus. Wir unterstützen ihn gerne auf seinem weiteren Weg.“

 

Für Clemens Lukas, Nachsommer-Gründer und -Leiter ist das eine historische Zäsur: „Ohne SKF gäbe es den Nachsommer nicht, denn es war nicht einfach, damals überhaupt eine Bleibe für ein solch verrücktes Vorhaben zu finden. Es war Fügung, dass wir mit Klara Weigand als erste Ansprechpartnerin bei SKF Gehör fanden. Sie hat den Weg geebnet, so dass wir in den Bau 149 und später in die Halle 410 einziehen konnten.“

 

Als klar war, dass die Hallen künftig für den Produktionsbetrieb neu umgerüstet werden und nicht mehr für den Nachsommer zur Verfügung stehen können, begann  die Suche nach alternativen Standorten. Es sollten vorzugsweise Industriehallen sein, denn der Nachsommer gehört zur Schweinfurter Industrie sowie diese Teil des frühherbstlichen Festivals ist, ganz nach dem Motto „Industrie und Kunst“.

 

Oberbürgermeister Sebastian Remelé ist dankbar, rückblickend für das Engagement von SKF, vorausschauend für den Einsatz von ZF. „Wir werben mit diesem Motto „Industrie und Kunst“ – nichts hat das bislang so in Einklang gebracht wie der Schweinfurter Nachsommer. Hier schlägt das Herz der Kunst inmitten der Hallen unserer Großindustrie. Ein ganz besonderer Charme, der Dank SKF in unserer Stadt Einzug hielt und für den wir heute weit über Schweinfurts Grenzen hinaus bekannt sind. ZF hält ihn nun am Leben und ermöglicht es, dieses ganz besondere Kulturereignis weiterführen zu können.“

 

Bei ZF, seit einigen Jahren Partner des Nachsommers stieß man bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten glücklicherweise auf offene Ohren. Dennoch ist ein solches Ansinnen eine immense planerische und logistische Herausforderung,  die seitens ZF jedoch sofort geprüft wurde.

Eine Halle musste gefunden, rechtliche, sicherheitstechnische und nicht zuletzt finanzielle Fragen mussten geklärt werden.

 

Erst vor wenigen Tagen kam die freudige und erlösende Nachricht, dass die neue Location des Nachsommer gefunden ist und im September 2018 zur Verfügung steht: nur wenige Meter entfernt von den SKF Hallen 410/411, an der Ernst-Sachs-Straße und mit Zugang gegenüber vom ZF-Parkplatz.

 

„Es ist eine Entscheidung zur Unterstützung der Kultur und wir sind froh, mit unserem Kesselhaus einen passenden Veranstaltungsort mit dem notwendigen industriellen Flair für die Nachsommer-Veranstaltungen anbieten zu können. Es liegt zwar noch einiges an Arbeit vor uns, aber wir sind jetzt schon stolz, im September den Schweinfurter Nachsommer bei uns zu Gast zu haben.“, erklärt Hans-Jürgen Schneider, ZF-Standortleiter.

 

Bildquelle: ZF

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