Dampflok „98 886“ wieder im Einsatz

Foto: Jens Englert
Foto: Jens Englert

Denkmal auf Rädern:

Dampflok „98 886“ wieder im Einsatz

 

Erstmals nach Abschluss der Generalinstandsetzung pendelt Dampflok „98 886“ am Dienstag, den      1. Mai wieder zwischen Mellrichstadt und Fladungen. Damit hat die Museumsbahn des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen nach zwei Jahren ihr „Zugpferd“ zurück. Bis Oktober ist die Lok an insgesamt 14 Fahrtagen auf der über 18 Kilometer langen Strecke des „Rhön-Zügle“ unterwegs.

 

Sie ist wieder da! Erstmals am Dienstag, den 1. Mai und an 14 Fahrtagen insgesamt herrscht in dieser Saison Dampfbetrieb auf der Museumsbahnstrecke zwischen Mellrichstadt und Fladungen. Bei seiner Fahrt durch das Streutal wird das Rhön-Zügle mit seinen historischen Waggons dann wieder von Dampflok „98 886“ gezogen. 2016 und 2017 wurde die Lok einer umfangreichen Untersuchung unterzogen und in einer Werkstatt in Krefeld fit gemacht für den weiteren Fahrbetrieb. Der 29. September 2017 markiert das Ende der Arbeiten. An diesem Tag wurde die Lok mit einem Schwertransporter zum Bahnhof Mellrichstadt gebracht und dort wieder auf die Schiene gesetzt, so dass sie den regulären Fahrtbetrieb jetzt wieder aufnehmen kann.

 

Gebaut wurde die 46 Tonnen schwere und 450 PS starke Lok im Jahr 1924 bei Krauss & Comp. in München. Bis zu ihrer Ausmusterung im Jahr 1970 war sie auf verschiedenen Strecken in Bayern im Einsatz, darunter die Strecke Bad Neustadt – Königshofen. Zwischen 1979 und 1998 befand sich die „98 886“ auf einem Denkmalsockel vor dem Schweinfurter Hauptbahnhof. Nach der Aufbereitung im Dampflokwerk Meiningen erwachte sie 1999 zu neuem Leben. Seit dem Jahr 2000 befährt sie die komplette, über 18 Kilometer lange Strecke. Bei der Lok handelt es sich um eine Dauerleihgabe der Stadt Schweinfurt an den Museums-Zweckverband. Als Denkmal der Technikgeschichte ist sie in die bayerische Denkmalliste eingetragen.

 

 

Der Fahrplan, die Fahrpreise und alle weitere Informationen zum Rhön-Zügle sind im Internet unter www.freilandmuseum-fladungen.de erhältlich.

Fotos von Jens Englert

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