DEUTSCHE Faustballmeisterschaft der Männer 45

Trotz eines neunten Platzes kehrten die Faustballer des TV Schweinfurt Oberndorf zufrieden und guter Dinge von der deutschen Meisterschaft der Männer 45 aus Moslesfehn im hohen Norden Deutschlands zurück. Mit einer völlig neu formierten und daher auch nicht eingespielten Mannschaft wehrten sich die Unterfranken bravourös und wussten den gegnerischen ehemaligen Bundesligaspielern auch immer wieder spielerisch Paroli zu bieten.

Gleich zu Beginn bekamen es die Oberndorfer mit dem amtierenden deutschen Meister zu tun. Dieser stellte seine Klasse allerdings sofort unter Beweis und verbuchte einen 2:0 Sieg. Gegen TKD Duisburg musste der erste Satz unglücklich mit 11:13 abgegeben werden. Im zweiten Durchgang gelangen Ronnie Weissenberger und Marco Berger immer wieder sehenswerte Angriffe, am Ende aber hatten die Duisburger erneut mit 11:9 die Nase vorn. Noch aber war das Erreichen der Zwischenrunde möglich und so gingen die Oberndorfer entschlossen in die Partie gegen den TV Weisel. Wie in der vorausgegangenen Partie wollte sich aber leider das nötige Quäntchen Glück - Marcus Göppner schied ebenso verletzt aus wie Marcus Rößler, dessen Schnelligkeit für Sicherheit bei der Abwehr von kurzen Bällen gesorgt hatte - nicht auf die Seite der Unterfranken schlagen, so dass nach einer erneuten knappen Zweisatzniederlage ein Weiterkommen ausgeschlossen war. Wer im abschließenden Gruppenspiel allerdings hängende Köpfe bei den Schweinfurtern erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. In einem an Spannung nicht zu überbietenden ersten Satz holte sich Oberndorf mit 15:14 mit einer wie bisher kämpferisch überzeugenden und nun auch spielerisch den hohen Favoriten aus Kellinghusen überraschenden Leistung den ersten Zähler. Beim 3:3 im zweiten Durchgang musste dann Spielführer Ronnie Weissenberger mit Verdacht auf Gehirnerschütterung das Spielfeld verlassen. Dies eröffnete den Kellinghusenern um Nationaltrainer Olaf Neuenfeld die Chance zum Satzausgleich, die diese auch nutzten. Dennoch stimmte dieser Achtungserfolg mehr als zufrieden.

Im ersten Match des zweiten Spieltages verpassten die Oberndorfer erneut unglücklich einen durchaus möglichen Sieg, diesmal gegen die TuS Oggersheim, und wollten zumindest im abschließenden Spiel gegen die TuS Wakendorf das Spielfeld der deutschen Meisterschaft mit einem Sieg verlassen. Mit zunehmender Dauer erwies sich das Spiel der Oberndorfer als abgerundet, souverän ruhig und höchst effektiv. Aus einer kaum zu überwindenden Abwehr mit Thomas Sauter und Gehard Schuler erfolgten saubere Zuspiele von Uwe Sagstetter, die konsequent und höchst effektiv verwertet wurden: ein hoch verdienter 2:1 Sieg.

Deutscher Meister wurde in einem hochklassigen Endspiel erneut Heidenau, das die von den Zuschauern frenetisch angefeuerte Heimmannschaft in ihre Grenzen wies.

 

Es spielten: Marco Berger, Marcus Göppner, Marcus Rößler, Uwe Sagstetter,Thomas Sauter, Gerhard Schuler, Ronnie Weissenberger;

Mannschaftsbetreuung: Jürgen Geyer, Michael Göppner und Heike Sagstetter.

 

Schweinfurt, 23.04.2018

Hans Dauch

 

 

Foto: TV Oberndorf

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