Schaeffler AG und IG Metall schließen Zukunftsvereinbarung

Symbolfoto SW-N
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 Stärkung deutscher Standorte und Bekenntnis zur Tarifbindung

 Qualifizierung und Weiterbildung als Schlüsselthema

 Innovationsfonds in Höhe von 50 Millionen Euro zur Förderung von Innovation und Realisierung gemeinsamer Zukunftsprojekte

 Weiterentwicklung der Schaeffler Gruppe und Ausrichtung auf Zukunftsthemen auf Basis des gemeinsamen, konstruktiven Dialogs

 Koordination relevanter Zukunftsthemen über paritätisch besetzten Steuerkreis Umsatz und Beschäftigtenzahl des Unternehmens wachsen vor allem in Asien-Pazifik. Nur noch 38 % der Mitarbeiter arbeiten in Deutschland. Die fortschreitenden Entwicklungen der E-Mobilität werden langfristig das Produktfolio der Automotive-Sparte umfassend verändern und das Verhältnis Zulieferer / Erstausrüster neu definieren. Die Produkte der Industriesparte werden mit Zusatzfunktionen nachgefragt. Produktnahe Dienstleistungen (Datengewinnung, Dateninterpretation, Service) bieten neue Marktchancen. Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt und damit auch die Anforderungen an die Belegschaften durchgreifend verändern. Zum einen muss die bisherige Produktpalette weiterentwickelt werden, deren Auslaufkurve sich voraussichtlich noch zwei Jahrzehnte erstrecken wird. Zum anderen muss in neue Produkte und Geschäftsfelder investiert werden. Die Zukunftsvereinbarung beruht auf der Überzeugung des Vorstands der Schaeffler AG und der Betriebsparteien von Schaeffler sowie der IG Metall, dass der notwendige Transformationsprozess im Rahmen eines konstruktiven, die Interessen aller Beteiligten berücksichtigenden Dialogs, erfolgreich gestaltet werden sollte. Es ist dabei allen Beteiligten ein besonderes Anliegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg aktiv mitzunehmen und auf die Zukunftschancen vorzubereiten, die der Veränderungsprozess mit sich bringt. Als Teil der Zukunftsvereinbarung wird ein paritätisch besetzter Steuerkreis aus Vertretern des Betriebsrats und der IG Metall sowie Mitgliedern des Vorstands etabliert, der als Koordinations- und Informationsgremium fungiert und sich zu den relevanten Zukunftsthemen abstimmt. Eckpunkte:  Betriebsbedingte Kündigungen sind grundsätzlich ausgeschlossen

 Sichere Arbeit durch Qualifizierung und Weiterbildung auch in der Produktion („Shopfloor“) während der Arbeitszeit

 Gute Arbeitsbedingungen und die Tarifbindung der IG Metall

 Einrichtung eines Investitionsfonds in Höhe von 50 Mio. Euro über 5 Jahre für die Förderung von guten Ideen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Norbert Lenhard, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Schaeffler: „Digitalisierung und Globalisierung beschreiben noch weitgehend unbekannte Herausforderungen und verunsichern deshalb die Menschen. Wenn wir die Zukunftsvereinbarung gut umsetzen, können wir Orientierung geben und die Mitarbeiter bei den unvermeidbaren Veränderungen mitnehmen.“ Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „Mit dieser Zukunftsvereinbarung bekennt sich Schaeffler dazu, den bevorstehenden Transformationsprozess gemeinsam mit der IG Metall und den Betriebsräten zu beschreiten. Wir haben erreicht, dass die Beschäftigten in diesem Prozess weitest gehende Sicherheiten und Perspektiven erhalten. Dazu gehört ein Ausbau der Tarifbindung.“ 

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