Taxifahrer eilt Kollegen zu Hilfe – Tatverdächtiger nach Überfall in U-Haft

WÜRZBURG / ZELLERAU. Am frühen Samstagmorgen versuchten drei Personen einen Taxifahrer unter Vorhalt einer Schusswaffe auszurauben. Ein Kollege des Opfers eilte zu Hilfe und konnte die Räuber in die Flucht schlagen. Ein mutmaßlicher Täter konnte zu Boden gebracht und festgehalten werden, bis die Polizei eintraf. Der Mann wurde festgenommen und sitzt inzwischen in Haft.

 

Gegen 04:30 Uhr stiegen drei Personen, zwei Männer und eine Frau, vor einem Lokal in ein Taxi und ließen sich in die Zellerau fahren. Der Taxifahrer telefonierte über sein Headset während der Fahrt mit einem Kollegen. An der Zieladresse angekommen griff einer der beiden Männer von hinten nach vorne zum Fahrer und würgte diesen. Der Mann auf dem Beifahrersitz zog eine Schusswaffe, bedrohte den Fahrzeuglenker und schlug diesem ins Gesicht, während er nach dessen Geldbeutel suchte.

 

Der Kollege des Geschädigten, der den gesamten Vorfall am Telefon mithören konnte, machte sich umgehend auf den Weg, um seinem Bekannten zu helfen. Laut hupend und mit Lichthupe auf sich aufmerksam machend, fuhr er auf das am Straßenrand stehende Taxi zu. Daraufhin traten die beiden Täter von der Rücksitzbank ohne Beute die Flucht an. Der überfallene Taxifahrer konnte den Mann vom Beifahrersitz an dessen Flucht hindern, ihn zu Boden bringen und festhalten, bis eine hinzugerufene Polizeistreife den Täter vorläufig festnehmen konnte. Die Waffe des Täters, eine Softairpistole, wurde am Tatort sichergestellt.

 

Durch den Überfall wurde der Taxifahrer leicht verletzt. Auch der Festgenommene klagte im Anschluss an die Tat über Schmerzen an den Rippen, verweigerte aber jegliche medizinische Behandlung.

 

Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg die Ermittlungen. Nach den beiden Flüchtigen wird mit Hochdruck gefahndet. Der Festgenommene wurde noch am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des dringen Tatverdachts der gemeinschaftlichen besonders schweren räuberischen Erpressung in Tateinheit mit Körperverletzung.

 

Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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