Neuer Krankenhausseelsorger am Uniklinikum Würzburg

Seit Anfang April dieses Jahres verstärkt Peter Kees das Seelsorgeteam des Uniklinikums Würzburg. Nach einer ähnlichen halben Stelle am Klinikum Main-Spessart in Lohr ist der Wechsel für den katholischen Gemeindereferenten eine Chance, sich in Vollzeit dieser interessanten, aber auch fordernden Tätigkeit zu widmen.

 

Zum 1. April dieses Jahres trat Peter Kees eine Stelle als Krankenhausseelsorger des Uniklinikums Würzburg (UKW) an. Er folgte damit auf den katholischen Pastoralreferenten Heribert Schraml, der nach über 30 Jahren in dieser Position Ende März 2018 in den Ruhestand ging.

Für die Aufgaben am UKW vorbereitet ist Kees durch seine vorherige Tätigkeit am Klinikum Main-Spessart in Lohr, wo er seit dem Jahr 2014 mit einer halben Stelle in der Krankenhausseelsorge tätig war. Ergänzend dazu arbeitete er bis zu seinem Wechsel ans UKW als Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz und Sankt Elisabeth in Würzburg.

 

Bisherige Karrierestationen

Peter Kees wurde 1966 in Würzburg geboren und wuchs in Hettstadt auf. Nach dem Studium der Religionspädagogik in Freiburg i. Br. begann er seinen Dienst als Gemeindeassistent in Frammersbach-Sankt Bartholomäus. Ab dem Jahr 1994 war er als Gemeindeassistent und ab 1996 als Gemeindereferent in Estenfeld tätig. 1999 wurde Kees Regionaljugendseelsorger für Stadt und Landkreis Aschaffenburg, außerdem Jugendseelsorger für das Dekanat Aschaffenburg-West, Geistlicher Leiter des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend Aschaffenburg und Bezirkskurat der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg für den Bezirk Untermain. Im Jahr 2003 startete er als Gemeindereferent in die Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz und Sankt Elisabeth. Vor vier Jahren kam dann die Arbeit am Klinikum Main-Spessart hinzu.

„Klinikseelsorge hatte mich zuvor schon lange interessiert und die halbe Stelle in Lohr war ein guter Einstieg“, berichtet Kees. Am Anfang genoss er es noch, dass es neben dem durch schwere Patienten- und Angehörigenschicksale oft belastenden Dienst im Krankenhaus für ihn noch die eher quirlige und bunte Gemeindearbeit gab. „Mit der Zeit merkte ich aber, dass mein Herz sehr für die Klinikseelsorge schlägt und ich gerne noch intensiver und konzentrierter in diesem Bereich arbeiten würde“, schildert der Gemeindereferent. Deshalb bewarb er sich erfolgreich auf die vom UKW ausgeschriebene volle Stelle.

 

Reizvolle und belastende Aspekte

Seit seinem Dienstantritt ist er zuständig für vier Stationen in der Neurochirurgie, die Strahlenklinik sowie jeweils für eine Station in der Augenklinik, der HNO-Klinik und in der Gefäßchirurgie. Diese besucht er in einem weitgehend festen Turnus. Auf den Stationen fragt der Seelsorger zunächst am jeweiligen Pflegestützpunkt bei den Krankenschwestern und Pflegern nach, ob es Patienten gibt, bei denen es besonders gut wäre, diese zu besuchen. Darüber hinaus geht Peter Kees dann von Zimmer zu Zimmer. „Auf diese Weise trifft man auf alle möglichen Menschen – auch auf solche, die man in der Pfarrei nie zu Gesicht bekommen würde. Nicht selten erlebt man da Patientenreaktionen wie: Bestellt hätte ich Sie nie, aber wo Sie jetzt schon mal da sind, nehmen Sie bitte Platz“, beschreibt Peter Kees einen für ihn sehr reizvollen Aspekt der Krankenhausseelsorge. Schön sei es auch, dass man im Krankenhaus Menschen in Krisenzeiten ein Stück weit begleiten könne – schwer hingegen oft, dass man an der Diagnose der Kranken nichts ändern könne.

 

Teil eines großen Teams

Erleichtert wird die Arbeit und die persönliche Belastung nach seinen Erfahrungen dadurch, Teil eines so großen Seelsorgeteams wie am UKW zu sein. „Der unkomplizierte Austausch mit meinen aufmerksamen Kolleginnen und Kollegen, die mich vom ersten Tag an sehr gut integrierten und einführten, ist ein großer Pluspunkt meiner neuen Stelle“, freut sich Kees und fährt fort: „Ich habe das Gefühl, schon viel länger hier zu sein, als erst diese wenigen Wochen.“

Neben der Unterstützung im Team braucht man bei einer Arbeit, die einen teilweise persönlich stark fordert und belastet, auch einen Ausgleich in der Freizeit. Peter Kees findet diesen unter anderem bei ausgedehnten, sportlichen Rennradtouren nach Feierabend, sowie beim Lesen, in der Musik und im Kino.

 

 

 

Bildunterschrift:

Der katholische Gemeindereferent Peter Kees arbeitet seit diesem Frühjahr in der Krankenhausseelsorge des Uniklinikums Würzburg.

 

Bild: Arnika Hansen / Uniklinikum Würzburg

 

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