Wie sich‘s nach alten Brauch gebührt, wenn so ein Bau ist ausgeführt…

Foto (v.l.): Landrat Thomas Bold, Klaus Heyer (Fa. Bindrum, Richtspruch), Architekt Thomas Steimle
(Foto: Lena Pfister)

Wie sich‘s nach alten Brauch gebührt, wenn so ein Bau ist ausgeführt…

 

Richtfest für den Erweiterungsbau des Landratsamts Bad Kissingen „Halbzeit!“, könnte man wohl sagen! Etwa ein Jahr nach dem Spatenstich für den Erweiterungsbau des Landratsamts wurde heute das Richtfest gefeiert. Schon im nächsten Frühjahr soll das Gebäude bezugsfertig sein. „Auch wenn wir eine zeitliche Verzögerung durch die Witterung im Winter haben, sind wir zufrieden mit dem Baufortschritt. Durch den Erweiterungsbau schaffen wir zusätzlichen Platz, sodass viele unserer Fachbereiche wieder näher ans Haupthaus heranrücken können. Wenn die Baumaßnahme abgeschlossen ist, wird das Landratsamt eine noch zentralere Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger sein“, so Landrat Thomas Bold. 

 

Wie wird das Gebäude aussehen?

 

Es wird ein wirtschaftliches und nachhaltiges Gebäude entstehen. Bei der Planung des Gebäudes wurde Wert darauf gelegt, dass sich das entstehende Gebäude in das Stadtbild einfügt und nicht als störend empfunden wird, wobei es natürlich modern und zeitgemäß aussehen soll. Das Gebäude in Form eines Kubus wird drei- bzw. vierstöckig sein und soll Platz für rund 60 Mitarbeiter bieten. Im Erdgeschoss wird es Einzelbüros bzw. Doppelbüros sowie einen größeren Raum geben, der auch für Sitzungen oder anderweitige Veranstaltungen genutzt werden kann. Die weiteren Stockwerke beherbergen ebenso Büroräume. Verbunden wird der Neubau mit dem Hauptgebäude im 1. Obergeschoss mit Hilfe eines Übergangs. Die Stockwerke bieten insgesamt eine Fläche von 400 Quadratmetern – verbunden durch ein zentrales Treppenhaus inklusive Aufzug in der Mitte des Gebäudes. Das Gebäude wurde von Dipl.-Ing. Architekt Thomas Steimle, Stuttgart, geplant. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für Frühjahr 2019 geplant. Die Kosten liegen im Kostenrahmen von rund 7,8 Mio Euro. 

 

Ein Großteil ist schon geschafft

 

Die archäologischen Arbeiten auf dem Grundstück in der Mühlgasse begannen im Jahr 2016 und sind inzwischen abgeschlossen. Baubeginn für den Rohbau war im April letzten Jahres (Fa. Bindrum Hammelburg). Anschließend wurden die Mauern abgebrochen und die Unterfangung der Nachbargebäude hergestellt, sodass am 8. Mai 2017 der offizielle Spatenstich erfolgen konnte.In Folge dessen wurde der Mühlbach-Kanal umverlegt und die Schachtbauwerke erstellt. Es folgten u.a. Aushubarbeiten unter archäologischer Aufsicht. Zudem wurden für die Gründung der Bodenplatte Bohrpfahlarbeiten durchgeführt. Heißt vereinfacht: man bohrte Löcher und füllte diese mit Beton. Diese so entstandenen „Säulen“ sind die Fundamente des Gebäudes. Bald darauf liefen die Arbeiten für Wände und Decken in Sichtbeton an. Die letzte Decke (über dem 3.OG) wurde Mitte der Woche betoniert.

 

Was steht als nächstes an?

 

Zunächst wird das Gerüst für den Rohbau abgebaut und Versorgungsanschlüsse verlegt. Für die weiteren Arbeiten ist ein neues Gerüst notwendig (Fa. Greubel, Elfershausen). Auf dem Plan stehen danach die Dachabdichtungsarbeiten sowie der Bau des Edelstahldachs (Fa. Schmid, Großkarolingenfeld). Ab Anfang Juni sollen die Fensterelemente und der Sonnenschutz eingebaut werden (Fa. Vorndran, Kleinwenkheim). Es folgen die Metallbauarbeiten für den Verbindungssteg zwischen dem neuen Erweiterungsbau und dem Anbau des Hauptgebäudes (Fa. Vorndran, Kleinwenkheim). Anschließend wird die Außendämmung angebracht und die Fassade mit Sichtbetonfassadenplatten verkleidet (Fa. Hemmerlein, Bodenwöhr). Dann folgen die Trockenbauarbeiten für die Erstellung von Innenwänden (Fa. Demling, Bad Neustadt/S.) sowie die Installationen von Heizung, Lüftung, Sanitär- und Elektroanlagen.

 

Wieso benötigt man den Erweiterungsbau?

 

Schon seit längerem war klar, dass das Landratsamt mehr Platz braucht, weswegen einige Fachbereiche in angemietete Räumlichkeiten umziehen mussten – allerdings nur, bis mehr Raum geschaffen ist. Am Hauptgebäude wurde bereits 1984 angebaut. Im Jahr 2002 wurde auf das obere Stockwerk des Haupthauses ein weiteres draufgesetzt und somit mehr Platz geschaffen. Der Raumbedarf ist seither jedoch immens gestiegen, sodass aufgrund dessen ein Neubau beschlossen wurde.

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