Neubau der Ortsumgehung Ballingshausen

Regierung von Unterfranken leitet Planfeststellungsverfahren ein

 

Würzburg (ruf) – Das Staatliche Bauamt Schweinfurt hat bei der Regierung von Unterfranken die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der Ortsumgehung Ballingshausen im Zuge der St 2280 (Schweinfurt – Stadtlauringen) beantragt. Aufgrund der überregionalen Verbindungsfunktion der Staatsstraße 2280 als Nord-SüdVerbindung zwischen dem Grundzentrum Stadtlauringen und der Bundesstraße B 279 bzw. als Verknüpfung zwischen dem Oberzentrum Schweinfurt und dem Mittelzentrum Bad Königshofen i. G. sind die Anwohner der eng bebauten und teils sehr unübersichtlichen Ortsdurchfahrt Ballingshausens durch den hohen Durchgangs- sowie Schwerverkehr einer erheblichen Lärm- und Schadstoffbelastung ausgesetzt. Zudem stellte sich in der Vergangenheit der bestehende Knotenpunkt der St 2280 mit der Kreisstraße SW 32 als Unfallschwerpunkt heraus. Der Bau der Ortsumgehung soll daher sowohl die Situation hinsichtlich der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, als auch an der immissionsbelasteten Ortsdurchfahrt verbessern.

Geplant ist, die Staatsstraße 2280 ca. 600 m südlich der bestehenden Ortsdurchfahrtsgrenze zu verlegen, im Osten an Ballingshausen vorbeizuführen und nördlich der Ortslage wieder auf die bestehende Trasse zurückzuführen. Weiter ist vorgesehen, die Ortschaft Ballingshausen über einen plangleichen Ortsanschluss Süd und eine Kreisverkehrsanlage als Ortsanschluss Ost mit der neuen Staatsstraße zu verbinden.

Eine Anbindung der Kreisstraße SW 32 an die geplante Ortsumgehung soll ebenfalls über die genannte Kreisverkehrsanlage erfolgen. Das beschriebene Bauvorhaben liegt auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen (Gemarkung Ballingshausen). Die Planunterlagen werden daher im Markt Stadtlauringen zur Auslegung kommen. Die Auslegung wird Anfang Juni 2018 beginnen. Näheres zu Ort und Zeit der Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden durch ortsübliche Bekanntmachung in dem betroffenen Markt rechtzeitig mitgeteilt. Nicht ortsansässige Betroffene erhalten von der zuständigen Gebietskörperschaft eine schriftliche Mitteilung über die öffentliche Auslegung der Planunterlagen. Im durchzuführenden Planfeststellungsverfahren werden alle relevanten privaten und öffentlichen Belange im Rahmen des Anhörungsverfahrens durch die Regierung von Unterfranken ermittelt und geprüft. Hierzu dient zum einen die oben erwähnte Auslegung der Planunterlagen, zum anderen holt die Regierung von Unterfranken die Stellungnahmen der einschlägigen Fachbehörden sowie sonstiger Träger öffentlicher Belange ein und beteiligt die betroffenen Kommunen.

Die Benachrichtigung der nach Naturschutzrecht anerkannten Vereine sowie der sonstigen in Umweltangelegenheiten anerkannten Vereinigungen erfolgt durch die Öffentlichkeitsbeteiligung in Form der Auslegung. Privatbetroffene, anerkannte Vereinigungen und sonstige Träger subjektiver Rechte können ihre Einwendungen innerhalb der in den jeweiligen Bekanntmachungen genannten Frist erheben.

 

Anlage: 1 Übersichtslageplan Hinweis: Die Planunterlagen und die Bekanntmachung können auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter https://www.regierung.unterfranken.bayern.de unter der Rubrik „Planung und Bau“ > Straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren > Aktuell laufende Planfeststellungsverfahren (http://www.regierung.unterfranken.bayern.de/aufgaben/4/uebersicht.html) eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.

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