Kinderschutzgruppe des Uniklinikums Würzburg DGKiM-akkreditiert

Um beim Umgang mit Fällen von Kindesmissbrauch mehr Sicherheit zu schaffen, unterhält das Uniklinikum Würzburg eine multiprofessionelle Kinderschutzgruppe. Deren exzellente Qualität in Diagnostik und Versorgung wurde kürzlich durch ein neues Akkreditierungsverfahren der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin e.V. (DGKiM) offiziell bestätigt.

 

Im Jahr 2013 etablierte das Uniklinikum Würzburg (UKW) eine Kinderschutzgruppe. Die Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen schufen detaillierte, klinikinterne Ablaufpläne, die bei Kindeswohlgefährdungen das korrekte Vorgehen definieren. Außerdem ist das Klinikum seither sehr gut mit Institutionen wie Jugendämtern oder Familiengerichten vernetzt. Auch in der Lehre wurde das Thema noch tiefer verankert.

 

Kriterienkatalog voll erfüllt

Anfang März dieses Jahres erhielt die an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik angesiedelte Fachrunde aufgrund ihrer hohen Qualitätsstandards die Akkreditierung der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin e.V., kurz DGKiM. Das Ziel der DGKiM ist es, die wissenschaftliche, klinische und praktisch-ärztliche Arbeit auf dem Gebiet der Erkennung und Verhinderung von Gewalt und Vernachlässigung an Kindern und Jugendlichen zu fördern. In diesem Zusammenhang rief die Gesellschaft im vergangenen Jahr ein neues Akkreditierungsverfahren ins Leben. Die Würzburger Kinderschutzgruppe konnte nachweisen, dass sie den dafür erforderlichen, breiten Kriterienkatalog vollumfänglich erfüllt. Das Zertifikat muss nach fünf Jahren erneuert werden.

 

Über die Kinderschutzgruppe des UKW

Die Kinderschutzgruppe des UKW umfasst neben Vertretern der Universitäts-Kinderklinik auch Experten aus den Bereichen Rechtsmedizin, Kinderchirurgie, Radiologie, Dermatologie, Gynäkologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Sozialpädagogik und Pflege. Koordiniert wird das Gremium von Oberarzt Dr. Frank Maier und Prof. Dr. Helge Hebestreit, beide von der Universitäts-Kinderklinik.

 

 

 

Bildunterschrift:

 

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Prof. Dr. Helge Hebestreit, ein Mitglied der Kinderschutzgruppe des Uniklinikums Würzburg, bei der Untersuchung eines Kindes. Handelt es sich um eine Kindeswohlgefährdung durch körperliche Gewalt oder gibt es eine andere Ursache für die „blauen Flecken“?

 

Bild: Uniklinikum Würzburg