Zabelsteinturm soll ersetzt werden

Landrat: Ganzheitliches Konzept mit einem Turm, der diesmal länger halten soll

 

Landkreis Schweinfurt. Das Wann und Wie steht zwar noch nicht konkret fest, doch sicher ist: Der marode Turm am Zabelstein wird durch einen Neuen ersetzt. „Bei einer Sanierung des jetzigen Turms würden Kosten, Aufwand und Nutzen in keinem vertretbaren Verhältnis stehen. Daher wollen wir den jetzigen Turm durch einen Neuen ersetzen, der dann im Übrigen auch länger als die bislang üblichen 20 Jahre Bestand haben soll“, sagt Landrat Florian Töpper.

Der Aussichtsturm am Zabelstein ist ein beliebtes Ausflugsziel. Seit Silvester 2017/2018 jedoch ist er für Besucher gesperrt. Eine Überprüfung der Statik durch externe Fachleute 2017 hatte gezeigt, dass der Turm inzwischen erhebliche Mängel aufweist. Das Landratsamt Schweinfurt musste ihn daher aus Sicherheitsgründen schließen. So bleibt es auch bis auf Weiteres.

Mehrere Beratungs- und Abstimmungsgespräche fanden bereits statt

„Aber unser Hochbauamt im Landratsamt arbeitet bereits intensiv an einer Lösung“, berichtet Töpper. Unter anderem fanden bereits diverse Beratungs- und Abstimmungsgespräche statt. Mit der Regierung von Unterfranken beispielsweise habe man sich über in Frage kommende Fördermöglichkeiten ausgetauscht.

Auch mit dem Naturpark Steigerwald e. V. ist das Landratsamt bezüglich eines neuen Turms in Kontakt. Inhalt dieses Gesprächs waren vor allem die Genehmigungs- und Förderverfahren, fachliche Stellungnahmen in Bezug auf den Natur- und Artenschutz sowie die Wirtschafts- und Tourismusförderung. Denn neben dem reinen Neubau des Turmes soll in einer ersten konzeptionellen Betrachtung auch die Besucherlenkung und der Artenschutz der Vogelwelt und von Fledermäusen eine Rolle spielen.

Landrat: „Chance für ein ganzheitliches Konzept nutzen“

Als nächster Schritt sollen daher die verantwortlichen Tourismusverbände in die Konzeptverfeinerung mit eingebunden werden. „Wir wollen nicht einfach nur den alten Turm ersetzen, sondern das Beste aus der doch für alle unerwarteten Situation machen und die Chance nutzen, um ein ganzheitliches Konzept zu erstellen“, sagt Landrat Töpper. Töpper wirbt gleichzeitig um Verständnis, dass sich dies nicht „von heute auf morgen“ umsetzen lasse.

Dennoch sind alle Beteiligten an einer baldigen Lösung interessiert. Daher hat das Hochbauamt zwischenzeitlich auch Kontakt mit möglichen Planern aufgenommen, um dem Konzept einen konkreten Entwurf des Turmes als Grundlage mitzugeben.

 

Info:

Der heutige Aussichtsturm steht auf 489 Metern Höhe auf dem Zabelstein. Er wurde vom Landkreis Schweinfurt 1999 zum größten Teil aus Lärchenholz errichtet. Es ist bereits der dritte Turm an dieser Stelle: 1956 bis 1976 stand dort ein 15 Meter hoher Turm, der damals vom Steigerwaldklub Gerolzhofen gebaut wurde. Der zweite Turm wurde ebenfalls wie der jetzige vom Landkreis Schweinfurt errichtet und stand von 1978 bis 1999.

Foto:

Der Aussichtsturm am Zabelstein.

(Bild: Tourist-Information 360°, Andreas Hub)