Würzburg begrüßt seinen neuen Bischof

Auch wenn der sommerliche Abend eher wolkenverhangen war, war die
Stimmung gut, als die rund 600 Würzburgerinnen und Würzburger mit
herzlichem Applaus ihren künftigen Bischof Dr. Franz Jung auf dem
Kardinal-Döpfner-Platz begrüßten. „Wir freuen uns sehr, dass wir wieder
einen Bischof haben“, betonte Oberbürgermeister Christian Schuchardt.
Schließlich habe die Bistumsgründung im 8. Jahrhundert entscheidend dazu
beigetragen, dass Würzburg überhaupt eine Stadt wurde. Mit seinen
unkomplizierten Umgang, seiner Fröhlichkeit und einer gewissen
Leichtigkeit – wie Jung sich in einem Interview selber charakterisierte,
signalisiere er als künftiger Bischof, dass er auf die Menschen zugehe.
Landrat Eberhard Nuß ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass mit Dr. Franz
Jung ein so aufgeschlossener und nahbarer Bischof nach Würzburg kommt.
Ich wünsche mir, dass Bischof Franz oft in unseren Landkreisgemeinden
vor Ort sein kann und den bereits begonnenen Weg einer Pastoral der
Zukunft mit uns weitergeht. Als ehemaliger Generalvikar des Bistums
Speyer bringt er hierfür sicher wertvolle Erfahrungen mit nach
Würzburg."
Beide überreichten als Willkommensgruß Wein vom Würzburger Bürgerspital
zum Heiligen Geist wie auch Eintrittskarten für die Landesgartenschau.
Helga Neudert, Vorsitzende des Dekanatsrats Würzburg-Stadt, überreichte
gemeinsam mit Stadtdekan Domkapitular Dr. Jürgen Vorndran dem künftigen
Bischof Brot und Salz. 
Unter den Gästen waren auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bischof
em. Dr. Friedhelm Hofmann sowie Abgeordnete des Bundes- wie Landtages
sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Würzburger Umland.
Jung bedankte sich für den herzlichen Empfang, der ihm bereitet wurde:
„Das ist eine schöne Willkommensgeste und ist ein schönes Zeichen,
hier so offiziell willkommen geheißen zu werden.“ In seiner kurzen
Ansprache betonte Jung, wie wichtig ihm ein partnerschaftliches
Miteinander ist. „Ich würde mich freuen, wenn jeder von Ihnen in der
Begegnung mit mir vielleicht noch einmal den Winkel und die Ecke von
Würzburg zeigt, die ihm wichtig sind, damit wir gemeinsam das Schöne
und das Potenzial entdecken können, das hier in dieser Stadt ist, und
dass es ein Geben und Nehmen ist und eine gegenseitige Bereicherung“,
sagte er.
Zum Abschluss stimmt die Rochus-Kapelle aus Würzburg-Versbach das
Frankenlied an, das im Vorfeld von einem Pfälzer um zwei auf Dr. Franz
Jung gedichtete Strophen ergänzt wurde: „Wohlauf, Franz Jung geht weg
vom Rhein, wer lange sitzt muss rosten. Den allerschönsten Sonnenschein
will er in Würzburg kosten. Drum reicht ihm Stab und Bischofskleid, mit
wehenden Talaren wird er zur schönsten Sommerszeit ins Land der Franken
fahren!“ Im Anschluss hatten die Würzburgerinnen und Würzburg die
Möglichkeit zur Begegnung mit dem künftigen Bischof.

Bild oben
OB Schuchardt begrüßt zusammen mit Landrat Eberhard Nuß, Helga Neudert,
Vorsitzende des Dekanatsrats Würzburg-Stadt, und Stadtdekan Domkapitular
Dr. Jürgen Vorndran den künftigen Würzburger Bischof Dr. Franz Jung.
Foto: Christian Weiß