Kein guter Nikolaustag für gesuchte Straftäter – Bundespolizei vollstreckt zwei Haftbefehle

Würzburg, 7. Dezember 2017

Einen Nikolaustag zum Vergessen hatten gestern (6. Dezember) zwei verurteilte Straftäter in Würzburg. Beide Männer wurden durch Bundespolizisten kontrolliert und anschließend verhaftet, da gegen sie Haftbefehle bestanden. Das Weihnachtsfest müssen sie nun in der Justizvollzugsanstalt begehen.  

Zivilfahnder unterzogen am Mittwochnachmittag im Würzburger Hauptbahnhof einen 24-Jährigen einer Personenkontrolle. Wie sich herausstellte, existierte gegen den Mann aus der Dominikanischen Republik ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hanau. Wegen Erschleichens von Leistungen in vier Fällen erwartete den Gesuchten eine Geldstrafe oder 56 Tage Haft. Da es dem Mann nicht gelang die geforderte Summe in Höhe von 600 Euro aufzubringen, brachten ihn die Fahnder der Bundespolizei auf direktem Wege in die Justizvollzugsanstalt. 

Nur wenige Stunden später traf eine Streife der Bundespolizei in einem aus Frankfurt kommenden Regionalexpress kurz vor der Ankunft in Würzburg auf einen Ungarn. Beim Anblick der Bundespolizisten verhielt sich der 37-Jährige erkennbar nervös, weswegen die Ordnungshüter seine Personalien überprüften. Dabei stellten die Beamten fest, dass der Reisende im Herbst 2016 durch das Landgericht Kleve zu einer zweijährigen Haftstrafe wegen Bandendiebstahls in 13 Fällen verurteilt worden war. Da er seine Haftstrafe bislang nicht angetreten hatte, wurde er nun per Haftbefehl gesucht. Noch im Zug klickten daraufhin die Handfesseln. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Bundespolizei-Dienststelle wurde er ebenfalls in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0